Anhang zum diplom Muster

Die Akzeptanz des Diploms /Diploms (Univ.) und des Diploms (FH) variiert von Land zu Land und von Hochschule zu Universität. In der Regel werden Inhaber eines der Abschlüsse für die Zulassung zum postgradualen (nicht unbedingt Doktoranden) Studium berücksichtigt. Die Annahme oder Ablehnung des Diploms variiert nicht nur aufgrund unterschiedlicher akademischer Standards, sondern auch aus politischen, regulatorischen und administrativen Gründen. In den meisten Fächern wurden die Diplomstudiengänge zugunsten separater Bachelor- und Masterstudiengänge im Bologna-Stil bereits auslaufen lassen. Der Diplom-Ingenieur wird jedoch nach wie vor für Master-Absolventen in Ingenieurwissenschaften verwendet. [43] Das österreichische Diplomcurriculum ist ein erster Abschluss, der in der Regel in 2-3 Phasen mit insgesamt 240–360 ECTS-Punkten (nominal 4–6 Jahre) strukturiert ist. Sie endet in der Regel mit einer Abschlussprüfung nach Einreichung einer Diplomarbeit. [43] In Finnland wurde der alte Diplom-insinööri-Titel im Bologna-Prozess vollständig durch master of Science (Technology) ersetzt. Alle finnischen akademischen Grade werden sowohl in finnisch als auch in englisch vergeben und daher wird der Titel immer noch als diplomi-insinööri mit Master of Science (Technology) als offizielle Übersetzung verliehen. Die Konvertierung war einfach und akademische Credits wurden linear transformiert. Da die alten Diplomstudiengänge alle etwas anders waren, gibt es keinen einzigen ECTS-Wert oder Vergleichschart für alle Arten von Diplomen. Fast universell landen sie jedoch bei der rückwirkenden Berechnung von ECTS-Punkten für Diplom/Diplom (Univ.) für einen Master-Abschluss weit im ECTS-Punktebereich.

Anders verhält es sich bei den Diplomen (FH). Diese landen tendenziell mindestens auf der ECTS-Punkteebene des Bachelors oder darüber und unterhalb der ECTS-Punktestufe für einen Master-Abschluss. Das Ranking wird grob in der folgenden Tabelle angezeigt, vom niedrigsten zum höchsten Rang. Typische ECTS-Punkte werden für einen sehr groben Vergleich bereitgestellt, einzelne Punkte variieren. In der DDR war das Diplom der einzige ersterste Abschluss und wurde auch in Disziplinen wie Medizin oder Recht verliehen, die an westdeutschen Universitäten mit einem Staatsexamen abgeschlossen wurden. Heute werden solche Diplome noch Studenten solcher Disziplinen verliehen, obwohl die meisten Universitäten den Diplomstatus (z.B. “Diplom-Jurist” im Recht) nur auf Anfrage gewähren. Einige Universitäten gewähren diesen Studierenden auf Anfrage auch einen Master-Abschluss (z.B. “Magister iuris”). Der an einer Universität erworbene Abschluss wurde einfach Diplom oder selten Diplom (Univ.) genannt und dauerte in der Regel zwischen vier und sechs Jahren (240–360 Credits des Europäischen Kreditübertragungs- und Akkumulationssystems), je nach Fach und Lehrplan. Bei einem Abschluss an einer sogenannten Fachhochschule wird der Diplomabschluss (FH) in den meisten Vier Jahren (240 ECTS Credits) verliehen.

Der Lehrplan für ein Diplom (FH), das an einer Fachhochschule erworben wurde, war früher anwendungsorientierter, im Vergleich zu dem, was für ein Univ erwartet wurde.